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#KomPost it – Nr. 1 // Biomüll der Branche?

#KomPost it – Nr. 1 // Biomüll der Branche?

Vor circa zehn Jahren saß ich während einer Studienreise mit der Schauspielklasse nackt auf einem Kompost und wurde von meinen Mitschüler*innen gezeichnet. Eine Mitschülerin sagte danach zu mir, ich hätte wie ein satter Kürbis ausgesehen. Schon damals war ich einige Jahre älter als meine Mitschüler*innen. Wo ich sehr bewusst behaart geblieben war, glänzte bei ihnen nackte Haut. Heute ist Körperbehaarung bei Frauen wie der en vogue. Frauen verwerfen unterdrückerische Schönheitsideale bei gleichzeitiger Inszenierung ihrer Weiblichkeit, z. B. mit fancy Nageldesign. Der neue Feminismus blüht. Tatsächlich betrifft das aber eher die Coming-of-Age Frauen. Und was ist mit mir, was ist mit uns, den älteren Frauen? In diesem Jahr bin ich 40 geworden. Ich verdaue nicht nur den Abschied vom Muttersein und einem agilen Stoffwechsel, auch meine Bedeutung in der Schauspielwelt schwindet...

Mein digitales Leben

Mein digitales Leben

Digitale Post Da ich viel unterwegs bin, wird meine Post digitalisiert. Bei der Deutschen Post habe ich eine Post-Weiterleitung zum Scan-Center eingerichtet. Die erhalten meine Briefe, öffnen diese und scannen sie. Ich erhalte sie in einer Weboberfläche als PDFs. Vergleichbar mit E-Mails. Sorgen, dass Fremde meine Post lesen können, habe ich keine. Die öffnen Tausende von Briefen pro Tag....

Analog oder Digital – Das ist hier die Frage

Analog oder Digital – Das ist hier die Frage

Was sind Sie für ein Typ? Eher analog oder doch mehr digital? Ich bin so ein Zwitter ... nicht ganz analog, aber auch nicht voll digital. Es fängt zum Beispiel bei meinem Filofax an – weiß man überhaupt noch, was das ist? Unter google/Wikipedia steht: Filofax ist eine Marke für Zeitplan-Ringbücher; als eingetragenes Warenzeichen wird Filofax im englisch- sprachigen Raum auch als generische...

Direkt auf die Ohren! – Ein Gespräch mit Film-Podcastmacher*innen – Heute: Schauspielpodcast „Wofür es sich zu looosen lohnt“

Direkt auf die Ohren! – Ein Gespräch mit Film-Podcastmacher*innen – Heute: Schauspielpodcast „Wofür es sich zu looosen lohnt“

VON YUGEN YAH YUGEN YAH: Hey, Lisa und Johannes, schön, dass ihr euch Zeit für uns genommen habt. Erzählt doch mal für die, die euren Podcast und euch noch nicht kennen – Wer seid ihr? LISA JOPT: Wir sind beide Schauspieler*innen. Wir haben uns am Theater in Oldenburg kennengelernt. Ich bin mittlerweile auch Präsidentin der Bühnengewerkschaft GDBA und die erste Frau in diesem Amt. Wir...

#KomPost it – Nr. 1 // Biomüll der Branche?

Erfahrungen von Schauspieler*innen mit Nacktheit und simuliertem Sex

Auf dem Münchner Filmfest hat der BFFS seine Aktuelle Umfrage Vorgestellt und die Ergebnisse sind besorgniserregend . Vier von fünf weiblichen und etwa die hälfte der männlichen Schauspieler*innen haben im Beruf Erfahrungen mit Grenzverletzungen, sexueller Belästigung oder sexualisierter Gewalt gemacht. Um diese Zahlen einzuordnen: Im Durchschnitt aller Branchen sind neun Prozent der...

„Ich guck’s mir ja nicht an!“ oder Was ich unter Haltung verstehe

„Ich guck’s mir ja nicht an!“ oder Was ich unter Haltung verstehe

Vor einigen Jahren hatte ich mit einem Kollegen ein kleines Gespräch im Synchronatelier. Wir sprachen über die Filme und Serien, in denen wir sprechen, über das, was man davon mag oder nicht mag und schließlich auch über Produktionen, die man – aus unterschiedlichen Gründen – ablehnen würde. Das können Filme sein, in denen beispielsweise der Vietnamkrieg nachträglich von den USA gewonnen wird und tapfere „Marines“ aus den Fängen fernöstlicher Schurken befreit werden. Das kann die Darstellung von Gewalt, Sex oder sexualisierter Gewalt sein. Für meinen Kollegen war das kein Problem, auch wenn er natürlich benennen konnte, was er gut, mittelmäßig oder scheußlich fände. Aber seine Antwort lautete: „Ich guck’s mir ja nicht an!“ Nach einer so schlichten wie erstaunlichen Auskunft fällt einem spontan erstmal nichts ein. Später sucht man nach möglichen Analogien. Kann ein...

Bitte noch ein Take!

Bitte noch ein Take!

FAROUK EL-KHALILI: Wann hast du mit dem Synchronsprechen angefangen? ILONA BROKOWSKI: Ich habe mit 14 Jahren meine ersten zwei, drei Takes gesprochen. Das war für „Saved by the bell". In Deutschland wurde das unter dem Titel „California High School" ausgestrahlt. Das waren Ensembletexte. Also Jubeln und Anwesenheit im Hintergrund. War es schwer als Quereinsteigerin? Da ich noch relativ jung war, nicht. Mit 14 Jahren gab es zwar andere Jugendliche, die schon mehr Erfahrung hatten als ich, aber es gibt keine Schauspieler*innen, die in diesem Alter eine abgeschlossene Ausbildung haben. Und in der Branche gibt es einen nicht unerheblichen Anteil von Kolleg*innen, die als sogenannte Synchronkinder angefangen haben. Und viele von ihnen arbeiten immer noch als Synchronschauspieler*innen oder Autor*innen oder auch in der Regie. Das ist dann quasi auch eine Ausbildung, „learning by doing”....

#KomPost it – Nr. 1 // Biomüll der Branche?

Die Kunst des Wandels

FAROUK EL-KHALILI: Was reizte dich, das Schauspielern an den Nagel zu hängen und als Regisseurin zu arbeiten? IRENE CHRIST: Ich habe das Schauspielern nicht an den Nagel gehängt – jedenfalls war das keine bewusste Entscheidung. Ich wollte irgendwann mehr gestalten können, auch inhaltlich, und hatte das Gefühl, genug Erfahrung gesammelt zu haben, um die Seiten zu wechseln. Dann kamen...

#KomPost it – Nr. 1 // Biomüll der Branche?

„Geschlossene Gesellschaft – Schauspielende im Fegefeuer“

Der Schauspieler, Sänger und Kampfchoreograph Lukas Benjamin Engel hat ein Mammutprojekt gestartet und darf damit auf den Internationalen Hofer Filmtagen 2022 in der Kategorie „Dokumentarfilm“ premieren. Sein Werk wird für den Granit-Preis, für den besten langen Dokumentarfilm nominiert, der mit 7.500 Euro dotiert ist. Ohne jegliche Förderung läuft seit Mitte November bis voraussichtlich...

#KomPost it – Nr. 1 // Biomüll der Branche?

HIMMEL & ERDE – Небо та Земля

Die Folgen beschäftigen sich mit dem Verlassen der Heimat, dem Ankommen in der Fremde, oder, wie in meiner Episode, mit der Liebe auf Distanz zwischen Berlin und Kyiv. Die fünf kurzen Folgen gehören zur vom ZDF während der Corona-Krise entwickelten Form der Instantserie. Ein Format, welches es den Macher*innen ermöglicht, in einem beschleunigten Produktionsprozess (nicht länger als sechs...

Zwischen Handy und Handwerk

Zwischen Handy und Handwerk

Schaut man sich die gängigen Begriffsdefinitionen von analoger Technik an, so beschreibt diese eine sich kontinuierlich ändernde physikalische Größe, die in einem zeitlichen Verlauf unterschiedlich viele Werte besitzen kann. Im Gegensatz dazu betrachtet sich die Digialtechnik als eine Größe, welche eine endliche und genau definierte Anzahl an Werten aufweisen kann. Betrachtet man die...

Funktioniert die Kraft der Anziehung?

Funktioniert die Kraft der Anziehung?

Meditation und der andere Firlefanz Kling Klong Schalen, Globuli und Wunschzettel in der Walpurgisnacht – oder an jedem anderen Mondereignis – verbrennen, war noch nie mein Ding. Fest im Sattel bin ich der Meinung, die Welt ist eben wie sie ist. Es gibt aber doch...

Buchvorstellung von Kolleg*innen

Buchvorstellung von Kolleg*innen

Willkommen und Lebewohl – Eine Liebeserklärung an mein Sternenkindvon Beatrice v. Moreau „Nichts konfrontiert uns so sehr mit dem Leben wie der Tod.“ Mit erstaunlicher Leichtigkeit erzählt die Schauspielerin und Autorin Beatrice v. Moreau von der tiefen...